Die Badearena Krems war am vergangenen Wochenende Schauplatz eines sportlichen Finales, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der USV Krems richtete den zweiten Teil der NÖ Hallenlandesmeisterschaften aus – und tat dies mit beeindruckender Professionalität. Zwei Tage lang lief alles reibungslos, herzlich und perfekt organisiert. Dafür gebührt dem gesamten Team ein riesengroßes Dankeschön.
Doch über allem lag ein besonderer, fast wehmütiger Ton. Denn diese Landesmeisterschaften waren die allerletzten, die im traditionsreichen Kremser Hallenbad ausgetragen wurden. Nach 75 Jahren schließt die Badearena nun endgültig ihre Türen – ein Ort, an dem Generationen schwimmen gelernt, trainiert, gekämpft und gefeiert haben.
Ein Abschied, der unter die Haut ging
Besonders emotional wurde es für Landespräsidentin Birgit Fürnkranz-Maglock. Sie selbst hat in Krems schwimmen gelernt, hier unzähligen Kindern das Element Wasser nähergebracht und über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des Sports begleitet. Für sie – wie für viele Trainerinnen, Trainer, Athletinnen und Athleten – war dieser Wettkampf mehr als ein sportliches Ereignis. Es war ein Abschied von einem Stück Heimat.
Die Hallenlandesmeisterschaften waren über Jahrzehnte ein Fixpunkt im Kremser Sportkalender. Nun endet diese Ära – und sie endet mit starken Leistungen, strahlenden Gesichtern und einem Gefühl von Zusammenhalt, das man nur im Sport findet
Sportlich ein Feuerwerk
Auch wenn die Emotionen groß waren, stand der sportliche Wettkampf im Mittelpunkt. Die Athletinnen und Athleten lieferten sich spannende Rennen, erzielten zahlreiche persönliche Bestzeiten und zeigten eindrucksvoll, wie stark der niederösterreichische Schwimmsport aufgestellt ist. Es war ein Wochenende, das sportlich wie menschlich glänzte – ein Treffen unter Freunden, getragen von Respekt und Leidenschaft.
Niederösterreichische Landesmeisterinnen und Landesmeister nach Disziplin
| Disziplin | Landesmeisterin | Landesmeister |
| 50 m Schmetterling | SRB Johanna | Vadas Akos |
| 400 m Freistil | Neuwirth Emma | Vadas Akos |
| 50 m Rücken | Stopko Kristina | Horbatiuk Dmytro |
| 100 m Brust | Summer Annika | Kerschbaumer Tobias |
| 50 m Brust | Summer Annika | Kerschbaumer Tobias |
| 200 m Rücken | Stopko Kristina | Kerschbaumer Tobias |
| 50 m Freistil | Tremmel Theresa | Vadas Akos |
| 200 m Schmetterling | Neuwirth Emma | Vadas Akos |
| 200 m Brust | Mücke Katharina | Kerschbaumer Tobias |
| 100 m Rücken | Stopko Kristina | Kerschbaumer Tobias |
| 200 m Freistil | Neuwirth Emma | Vadas Akos |
| 200 m Lagen | Stopko Kristina | Kerschbaumer Tobias |
| 100 m Schmetterling | Neuwirth Emma | – |
| 100 m Freistil | Neuwirth Emma | Vadas Akos |
Staffelbewerb
- 4 x 50m Freistil mixed
Vadas Akos, Krmniac Noel, Stopko Kristina und Neuwirth Emma - 4 x 50m Lagen mixed
Kühn Helena, Hedenize Volodymyr, Neuwrth Emma und Vadas Akos
Masters-Schwimmen: Leidenschaft kennt kein Alter

Ein besonderes Highlight der Landesmeisterschaften war auch die starke Präsenz der Masters-Schwimmer:innen. Die niederösterreichische Masters-Community wächst stetig – und mit ihr die Begeisterung für den Schwimmsport bis ins hohe Alter.
Das Gruppenbild aus der Badearena Krems zeigt eindrucksvoll, was Masters-Sport bedeutet: Zusammenhalt, Lebensfreude und beeindruckende Leistungen. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen stolz ihre Medaillen – und noch stolzer ihre Vereinsfarben.
Ob ehemalige Leistungssportler oder motivierte Quereinsteiger: Die Masters zeigen, dass Schwimmen nicht nur jung hält, sondern auch verbindet. In einem Umfeld, das von Respekt und gegenseitiger Anerkennung geprägt ist, entstehen Freundschaften, neue Ziele – und immer wieder persönliche Bestzeiten.
Die NÖ Landesmeisterschaften waren auch für die Masters ein Ort der Begegnung, des Wettbewerbs und der Wertschätzung. Und sie beweisen:
Schwimmen ist kein Kapitel, das endet – sondern eines, das sich immer wieder neu schreiben lässt.
Ein Kapitel schließt sich – die Erinnerung bleibt
Die letzten Hallenlandesmeisterschaften in Krems waren mehr als ein Wettkampf. Sie waren ein würdiger Abschied von einem Ort, der den niederösterreichischen Schwimmsport geprägt hat wie kaum ein anderer. Die Emotionen waren groß, die Leistungen beeindruckend – und die Erinnerungen bleiben.
Die Badearena Krems schließt ihre Türen.
Doch die Geschichten, die hier geschrieben wurden, bleiben lebendig.

