Instagram Facebook TikTok TikTok
50. Stuttgarter Schwimmfest

Niederösterreichischer Nachwuchskader sorgt bei internationalem Großevent in Stuttgart für Furore

Am vergangenen Wochenende stellte sich der Nachwuchskader des Niederösterreichischen Landesverbandes im Schwimmen einer ganz besonderen Herausforderung. Beim 50. Internationalen Stuttgarter Schwimmfest, veranstaltet vom Turnerbund Bad Cannstatt am 20. und 21. Juni 2026, traf die niederösterreichische Auswahl auf ein Teilnehmerfeld, das beeindruckender kaum hätte sein können.

Mit 28 Vereinen, Delegationen aus Deutschland, Großbritannien, Irland, Frankreich, Österreich, Nigeria und Ägypten, insgesamt mehr als 480 Athletinnen und Athleten sowie beinahe 3.000 Einzelstarts war bereits beim Blick auf das Meldeergebnis klar: Dieses Wochenende würde alles andere als ein gewöhnlicher Wettkampf werden. Vielmehr wartete auf die zehn jungen Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ein internationales Schwimmfestival auf höchstem Niveau.

Betreut wurde das Team von Daniel Dudas, Christian Strambach und Michaela Wondra, die ihre Schützlinge durch zwei intensive Wettkampftage begleiteten. Stuttgart präsentierte sich an diesem Wochenende nämlich nicht nur sportlich als heißes Pflaster. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde den jungen Athletinnen und Athleten körperlich wie mental alles abverlangt – umso beeindruckender war es, mit welcher Konstanz und Energie das gesamte Team an beiden Wettkampftagen performte.

Zugegeben – nach Veröffentlichung des Meldeergebnisses waren die Erwartungen innerhalb des Betreuerteams zunächst eher zurückhaltend. Bei einem derart hochklassig besetzten internationalen Teilnehmerfeld stand zunächst weniger die Jagd nach Medaillen im Vordergrund, sondern vielmehr die Möglichkeit, wertvolle internationale Erfahrung sammeln zu dürfen. Dass sich dieses Wochenende letztlich in einen sportlichen Triumph verwandeln würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt wohl niemand.

Was dann folgte, war aus niederösterreichischer Sicht schlicht außergewöhnlich.

Am Ende durfte die kleine Delegation über insgesamt 66 Medaillen jubeln.

41 Goldmedaillen
15 Silbermedaillen
10 Bronzemedaillen

Besonders bemerkenswert war dabei nicht nur die Anzahl der Erfolge, sondern vor allem die Qualität vieler Leistungen gegen Konkurrenz, wie man sie im gewohnten nationalen Wettkampfbetrieb nur äußerst selten vorfindet.

Viktor Dan Szabo eröffnete den Medaillenregen mit Gold über 200 Meter Schmetterling sowie Bronze über 200 Meter Rücken und stellte sich dabei einem enorm stark besetzten internationalen Teilnehmerfeld.

Ophelia Drazdil überzeugte mit bemerkenswerter Konstanz und sicherte sich Silber über 50 Meter Freistil, 100 Meter Freistil, 50 Meter Brust, 100 Meter Brust sowie 200 Meter Brust. Gemeinsam mit dem Team folgte zusätzlich Gold in der 4×50 Meter Freistilstaffel.

Laura Korbel präsentierte sich besonders über ihre Brustbewerbe in ausgezeichneter Form und gewann Silber über 200 Meter Brust, Bronze über 50 Meter Brust sowie zweimal Staffelgold.

Melina Nemeth dominierte ihren Jahrgang eindrucksvoll und sammelte Gold über 50 Meter Brust, 100 Meter Brust, 200 Meter Brust, 50 Meter Rücken, 100 Meter Rücken, 50 Meter Freistil, 100 Meter Freistil, 200 Meter Freistil und 200 Meter Lagen. Dazu kamen Silber im Nachwuchsfinale über 100 Meter Brust sowie zwei weitere Goldmedaillen in den Staffeln.

Michael Mörth bewies gegen hochklassige internationale Konkurrenz enorme Stärke und gewann Silber über 200 Meter Lagen sowie Bronze über 100 und 200 Meter Freistil.

Christoph Mörth, als einer der jüngsten Athleten der gesamten niederösterreichischen Delegation im Jahrgang 2015, sorgte ebenfalls für großes Aufsehen und gewann Gold über 100 und 200 Meter Schmetterling, Silber über 50 Meter Schmetterling und 200 Meter Freistil sowie Bronze über 100 Meter Freistil und 200 Meter Lagen.

Matthias Ripa zeigte eine der beeindruckendsten Gesamtleistungen des gesamten Wochenendes. In einer außergewöhnlich leistungsdichten Altersklasse sicherte er sich Gold über 50, 100 und 200 Meter Brust, Gold über 50, 100 und 200 Meter Freistil, Gold über 200 Meter Lagen sowie Bronze im Nachwuchsfinale über 100 Meter Brust.

Oleh Maidannyk präsentierte sich ebenfalls in absoluter Spitzenform. Bronze über 100 Meter Freistil und im Rückenfinale, Silber über 50 Meter Schmetterling, 100 Meter Rücken und 200 Meter Rücken sowie Gold über 100 Meter Schmetterling und ein weiterer Sieg im Nachwuchsfinale machten ihn zu einem der erfolgreichsten Athleten des gesamten Wettkampfes.

Juliana Strambach überzeugte besonders auf ihren Spezialstrecken Rücken und gewann Silber über 50, 100 und 200 Meter Rücken sowie Gold in der erfolgreichen Lagenstaffel.

Emily Krois bewies ebenfalls internationale Konkurrenzfähigkeit und durfte sich über Bronze über 100 Meter Freistil und 200 Meter Brust, Silber über 50 und 100 Meter Brust sowie Gold in beiden Staffelbewerben freuen.

Doch so beeindruckend die zahlreichen Einzelerfolge auch waren — die absoluten Gänsehautmomente dieses Wochenendes lieferten zweifellos die Mädchenstaffeln.

Sowohl über 4×50 Meter Freistil als auch über 4×50 Meter Lagen schwamm die niederösterreichische Auswahl nicht nur jeweils souverän zu Gold — in beiden Bewerben fiel zusätzlich der bestehende Veranstaltungsrekord, der unglaubliche sieben Jahre unangetastet geblieben war.

Spätestens in diesen Momenten war klar, dass Niederösterreich an diesem Wochenende nicht nur Teilnehmer eines internationalen Spitzenevents war, sondern sportlich ganz vorne mitmischte.

Abseits des sportlichen Geschehens präsentierte der Turnerbund Bad Cannstatt eine Veranstaltung, die kaum Wünsche offen ließ. Perfekte Organisation, hervorragende Verpflegung, professionelle Abläufe und sogar eine spektakuläre Showeinlage der Turmspringer machten das gesamte Wochenende auch abseits des Beckens zu einem Erlebnis der Sonderklasse.

Besonders wertvoll waren jedoch die Erfahrungen, die sich nicht in Medaillen oder Zeiten messen lassen.

Für viele der jungen Athletinnen und Athleten war es die erste Gelegenheit, sich auf einer internationalen Bühne dieser Größenordnung zu präsentieren. Begegnungen mit Sportlerinnen und Sportlern aus unterschiedlichsten Ländern, neue Eindrücke, neue Freundschaften und selbst kleine Momente wie das gegenseitige Tauschen von Badekappen zwischen den Nationen machten deutlich, welchen unschätzbaren Wert solche Veranstaltungen für die Entwicklung junger Talente besitzen.

Ein ganz besonderer Dank gilt abschließend der Präsidentin des Niederösterreichischen Landesverbandes im Schwimmen.

Denn ohne ihren unermüdlichen Einsatz gäbe es keinen Nachwuchskader in dieser Form. Ohne ihre Unterstützung wären internationale Erfahrungen wie diese für viele junge Talente schlicht nicht möglich. Und ohne diese langfristige Förderung wären Erfolge, wie sie an diesem Wochenende in Stuttgart gefeiert werden durften, kaum denkbar.

Stuttgart hat eindrucksvoll gezeigt: Niederösterreichs Schwimmnachwuchs muss den internationalen Vergleich keineswegs scheuen. Ganz im Gegenteil.

50. Stuttgarter Schwimmfest