Mautern/Krems – Hochwertige Ausbildung, internationale Expertise und praxisnaher Austausch auf höchstem Niveau: Mit insgesamt 43 Teilnehmer:innen wurde die Weiterbildung „Vom Anfänger zum Kraulmeister“ am 9. Mai 2026 zu einem starken Signal für die Zukunft des Schwimmsports in Niederösterreich. Trainer:innen, Übungsleiter:innen und Instruktor:innen aus zahlreichen Vereinen nutzten die Gelegenheit, sich fachlich weiterzubilden, neue Perspektiven kennenzulernen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig fand das Netzwerktreffen des Projekts „NÖ Schwimm Kids“ statt.
Besonders bemerkenswert war die außergewöhnlich hohe Qualität der Vortragenden, die teils über umfassende internationale Erfahrung verfügen und modernste Erkenntnisse aus Trainingswissenschaft, Sportpsychologie und Technikvermittlung einbrachten. Damit bot der NÖ Landesverband im Schwimmen eine Weiterbildung, die weit über klassische Vereinsfortbildungen hinausging.
Mentale Stärke als Erfolgsfaktor
Den Auftakt gestaltete Dr. Lukas Mundelsee, der als ausgewiesener Experte wertvolle Einblicke in die Themen Umgang mit Druck und Angst, Konzentration, Fokus sowie Routinen im Wettkampfsport vermittelte.
Gerade im Schwimmsport, wo mentale Faktoren oftmals über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, bot sein Vortrag praxisnahe Ansätze für die tägliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Von Stressbewältigung über Konzentrationssteuerung bis hin zu praktischen Atem- und Fokusübungen erhielten die Teilnehmer:innen konkrete Werkzeuge für das Training und die Wettkampfvorbereitung.
Besonders wertvoll: Es blieb nicht bei theoretischen Inputs. Dr. Mundelsee schaffte es, komplexe sportpsychologische Inhalte verständlich, praxisnah und unmittelbar umsetzbar aufzubereiten – ein Bereich, der im Nachwuchssport zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Psychologische Aspekte im Trainingsalltag verstehen
Mit Andrea Gaunersdorfer, BSc, MSc stand anschließend die Wahrnehmung von Trainer:innen und Sportler:innen im Fokus. Themen wie selektive Aufmerksamkeit, Handlungssicherheit und Gruppendynamik zeigten eindrucksvoll, wie wichtig psychologische Kompetenzen im Trainingsalltag geworden sind.
Gerade das Bewusstsein für sogenannte „blinde Flecken“ und unterschiedliche Wahrnehmungen kann helfen, Training erfolgreicher, klarer und kindgerechter zu gestalten.
Internationale Expertise im Wasser: Hochwertiger Technikaufbau im Fokus
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Kombination aus fundierter Theorie und hochqualitativem Praxisteil im Wasser.
Mit Jeannette Komma aus Deutschland, die über umfassende Erfahrung im Bereich Schwimmausbildung und Technikvermittlung verfügt, sowie Dániel Dudás, der seine breite internationale Erfahrung aus dem Leistungssport einbrachte, konnte der NÖ LVS Referent:innen gewinnen, die wertvolle Perspektiven über nationale Grenzen hinaus eröffneten. Gemeinsam mit Dr. Lukas Mundelsee und Gustav Kovacs entstand dadurch ein Trainerteam, das den Teilnehmer:innen außergewöhnlich viel Know-how vermitteln konnte.
Im Fokus stand dabei vor allem der technische Aufbau des Kraulschwimmens sowie das Anfängerschwimmen – zwei Themen, die für die nachhaltige Entwicklung junger Schwimmer:innen essenziell sind.
Statt reiner Theorie wurde direkt im Wasser gearbeitet: beobachten, ausprobieren, analysieren, diskutieren. Genau dieser unmittelbare Praxisbezug machte die Weiterbildung besonders wertvoll und sorgte bei vielen Teilnehmer:innen für neue Ideen und konkrete Ansätze für das Heimtraining in den Vereinen.
Kraultechnik verstehen
Auch der Vortrag von Ivan Petrov zeigte den hohen fachlichen Anspruch der Veranstaltung. Von der historischen Entwicklung des Kraulens bis hin zu modernen technischen Anforderungen vermittelte er wichtige Grundlagen für den methodischen Technikaufbau.
Wasserlage, Rotation, Armzug, Beinschlag und Körperkoordination wurden nicht nur erklärt, sondern in einen praktischen Kontext gestellt – besonders mit Blick auf die Herausforderungen im Anfängerbereich.
Kinderschutz als unverzichtbarer Bestandteil moderner Vereinsarbeit
Zum Abschluss stand mit Christian Strambach ein Thema auf dem Programm, das heute untrennbar mit qualitativ hochwertiger Nachwuchsarbeit verbunden ist: Prävention im Kinder- und Jugendschutz.
Anhand praxisnaher Beispiele wurde aufgezeigt, wie Grenzüberschreitungen oftmals schleichend beginnen und welche Verantwortung Trainer:innen tragen. Gerade im Schwimmsport ist Sensibilisierung ein zentraler Bestandteil moderner Vereinsarbeit.
43 Teilnehmer:innen als starkes Signal für den Schwimmsport in Niederösterreich
Mit 43 Teilnehmer:innen unterstrich die Veranstaltung eindrucksvoll den Stellenwert hochwertiger Trainer:innenausbildung im niederösterreichischen Schwimmsport.
Der Mix aus internationaler Expertise, renommierten Vortragenden, praxisnahen Inhalten und intensivem vereinsübergreifendem Austausch machte die Veranstaltung zu weit mehr als einer klassischen Fortbildung. Sie wurde zu einem Treffpunkt für engagierte Menschen, die gemeinsam daran arbeiten, den Schwimmsport in Niederösterreich nachhaltig weiterzuentwickeln.
Der NÖ Landesverband im Schwimmen bedankt sich herzlich bei allen Referent:innen für ihre hochqualitativen Beiträge sowie bei allen Teilnehmer:innen für ihr großes Interesse, ihre aktive Mitarbeit und den offenen Austausch. Denn eines wurde an diesem Tag besonders deutlich: Qualität in der Ausbildung beginnt bei der Qualität der Trainer:innen.

